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Informationen zum Kauf eines Hang

Autor: Michael Paschko
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Veröffentlicht in der Hangibliothek auf www.hangblog.org: 10. September 2012
Originalsprache: Deutsch
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Wer heute ein Hang kaufen möchte, wird leicht durch Gerüchte und Halbwahrheiten im Internet verwirrt. Weil die Hintergründe meist unbekannt sind, führt die eher ungewohnte Vertriebsweise der PANArt häufig zu Missverständnissen und Unsicherheit bei Hanginteressierten. Der Artikel gibt einen Überblick über die Hang-Distribution von den Anfängen bis heute und klärt die wesentlichen Fragen des Ob, Wie und Wo eines Hangkaufs.

Bei ihrem Besuch im Hangbauhaus können Kunden ihr Instrument aus einer Anzahl fertiger Hanghang auswählen.Ab 2001 baute die PANArt ein internationales Händlernetz auf, das im Jahr 2005 jeweils einen Verteiler in Australien, Deutschland, England, Frankreich, Israel, Italien, Japan, Kanada, Niederlanden, Österreich, Schweden, Spanien und den USA sowie mehrere Musikläden in der Schweiz umfasste. Mit zunehmender weltweiter Bekanntheit des Hang wurden die Bestelllisten der Distributoren jedoch immer länger. Der steigende Nachfragedruck begann den für einen kreativen Schaffensprozess notwendigen Freiraum in Frage zu stellen. Mit Erscheinen des Hang der zweiten Generation, Anfang 2006, wurde daher der Vertrieb über dieses Händlernetz eingestellt. Seitdem werden Hanghang nur noch direkt von der PANArt verkauft. In den Jahren 2006 und 2007 mussten sich Kaufinteressenten vorher schriftlich anmelden um einen Besuchstermin im Hangbauhaus in Bern zu erhalten. 2008 und 2009 wurde das Integrale Hang auf Wunsch auch versandt.

Während von 2001 bis 2005 durchschnittlich etwa 850 Instrumente pro Jahr verkauft wurden, ging diese Zahl in den folgenden Jahren auf etwa die Hälfte zurück. Nur zum geringeren Teil war diese Reduktion auf das aufwendigere Herstellungsverfahren der neueren Hanggenerationen zurückzuführen. Voranging war sie durch das Selbstverständnis der PANArt bedingt: Felix Rohner und Sabina Schärer sehen ihre Firma nicht als Produktionsbetrieb für Musikinstrumente. Die PANArt ist eher einem Kunstatelier vergleichbar, in dem die Hangbauer täglich am Blechklang arbeiten. “Jedes Hang gilt es, als einzigartige Klangskulptur zu verantworten: Es soll wirken. So gibt es nur wenige…”, schrieben sie dazu in einer Mitteilung im Mai 2010.

Bis 2008 konnten die meisten Interessenten noch mit einem Hang rechnen, sofern sie sich auf das Procedere mit schriftlicher Anmeldung und Reise nach Bern einließen und eine längere Wartezeit in Kauf nahmen. Im Laufe der Jahre 2008 und 2009 wurde jedoch immer deutlicher, dass dies aufgrund der steigenden Diskrepanz von Nachfrage und Zahl der gebauten Instrumente nicht länger praktikabel war. Der Berg unbeantworteter Briefe wuchs zusehends. Ende 2009 gingen Felix Rohner und Sabina Schärer daher dazu über, eine bewusste Auswahl zu treffen, wen sie zu einem Besuch im Hangbauhaus einladen. Alle anderen erhalten eine Absage.

Der Versand der Instrumente wurde mit Beginn des Verkaufs des Freien Integralen Hang ab Frühjahr 2010 wieder eingestellt. Diese Praxis hatte sich nicht bewährt. Durch den persönlichen Aufenthalt im Hangbauhaus möchten die Hangbauer ihren Kunden einen Einblick in den Entstehungsort des Hang und ihr Verständnis des freien Hangspiels ermöglichen.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Reise nach Bern ist darin zu sehen, dass das Hang kein standardisiertes Musikinstrument ist. Jedes Hang ist vielmehr eine individuelle Skulptur aus gestaltetem Klang. Nicht ohne Grund bezeichnen sich Rohner und Schärer gelegentlich als Blechklang-Bildhauer um den Charakter ihrer Tätigkeit zu verdeutlichen. Weil Hangspielen bedeutet, mit einem individuell vorgestalteten Klang in Interaktion zu treten, ist es für jeden Kunden ratsam, sich bei seinem Besuch der PANArt-Werkstatt ein Hang auszusuchen, das ihn anspricht und bei dem er die Bereitschaft und das Interesse spürt, sich auf seine Klangeigenheiten einzulassen. Dazu steht während der Besuchswochen eine genügende Anzahl fertiger Instrumente zur Verfügung unter denen die Kunden wählen können.

Ihrem Selbstverständnis entsprechend gibt die PANArt jeweils nur die Ergebnisse ihrer aktuellen Arbeit am Blech weiter. Ältere Versionen des Hang werden nicht mehr angeboten. Es ist auch nicht möglich, ein Hang mit einer speziellen Skala zu bestellen. Hanginteressierte sollten sich darüber im Klaren sein, dass das Hang von heute sich deutlich von älteren Versionen unterscheidet. Es ist daher ratsam sich gründlich über die aktuell angebotenen Klangskulpturen in den Veröffentlichungen der PANArt zu informieren. Die wichtigsten sind im folgenden aufgeführt:

Im November 2009 wurde das Freie Integrale Hang in einem Brief vom Hangbauhaus vorgestellt. Im Frühjahr 2010 verfassten die Hangbauer eine Hangwegleitung für ihre Kunden, um das Verständnis des freien Hangspiels zu fördern. Eine Mitteilung der PANArt im Mai 2010 richtete sich an Hanginteressierte. Ein weiteres Communiqué mit dem Titel Der Ruf des Blechs folgte im Mai 2011.

Anfragen zum Kauf eines Hang können nur brieflich an die PANArt gerichtet werden. Per E-Mail eingehende Anfragen werden nicht bearbeitet. Auch Besucher, die unangemeldet im Hangbauhaus erscheinen, können nicht berücksichtigt werden. Im Abstand von mehreren Monaten wird unter den eingegangenen Anfragen eine Auswahl getroffen und Einladungen bzw. Absagen versandt.

Von 2008 bis 2011 kostete ein Hang inklusive Koffer 2000 CHF. Aufgrund der extremen Entwicklung des Wechselkurses stiegen die Kosten für Kunden aus dem Euro-Raum jedoch deutlich von 1200 auf 1800 Euro an. Im Jahr 2012 wurde der Preis auf 2400 CHF angehoben. Er liegt damit aber immer noch weit unterhalb der Preise, die auf Internetplattformen wie eBay für gebrauchte Hanghang erzielt werden. Deshalb beinhaltet der Kaufvertrag seit 2008 ein Spekulationsverbot: Der Käufer darf sein Hang nicht zu einem höheren Preis als dem Kaufpreis weiterverkaufen.

Aktuelle Information – 10. September 2012:
Die PANArt hat darum gebeten, derzeit keine Briefe an sie zu richten, in denen um ein Freies Integrales Hang gebeten wird. Alle Instrumente, die im Jahr 2012 entstanden sind, haben ihre Besitzer bereits gefunden. Anlässlich des 20jährigen Jubiläums der PANArt im nächsten Jahr wird eine neue Version des Hang vorgestellt werden.
Weitere Informationen dazu gibt es hier.

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