Exotisches Accessoire als Aufmerksamkeitshascher
Der eigentliche Star des Portico Quartet, so Martin Uhrmeister in seinem Beitrag fürs arte Kulturmagazin Metropolis vom 4. Juli (ab 31:10 min), sei das Hang. Und pflichtgemäß weiß er zu berichten, Hang bedeute Hand, und so solle es auch im Sinne der Erfinder Felix Rohner und Sabina Schärer gepielt werden. Anschließend hört und sieht man in den gesamten 4 Minuten und 28 Sekunden des Beitrags Hangspieler Nick Mulvey ausschließlich mit den Schlägeln hantieren – Was auch nicht groß zu verwundern vermag, traut sich doch beim Portico Quartet nur selten einmal eine Hand ans Blech.
Bei der Musik des Portico Quartet ist das Hang für die melodisch-perkussiven Minimal-Music-Elemente zuständig. Eine Funktion zu der es nicht unbedingt eines Hang bedürfte. Sollte einmal die personelle Zusammensetzung des Quartetts wechseln und kein Hangspieler mehr zur Verfügung stehen, so ließe sich der Hang-Part auch problemlos auf Vibraphon, Marimba oder Steelpan spielen. Nur eines wäre wichtig: Bitte ein Instrument mit Schlägeln. Vermutlich hat Nick Mulvey auch aus genau diesem Grund zu den Schlägeln gegriffen: Nur mit ihnen ist die Funktion seines Instruments in der Musik des Portico Quartet ausfüllbar.
Während in den zuständigen Gehirnlappen des hier berichtenden Beobachters die Ironie-Synapsen ausgiebig zu feuern begannen, schien den Kulturberichterstattern von arte die Komik ihrer Darstellung offenbar entgangen zu sein. Warum, so fragt man sich, wurde für die Vorstellung des durchaus vorstellungswürdigen Portico Quartet ausgerechnet das Hang als Aufmacher gewählt? Spielen denn nicht Duncan Bellamys Schlagzeug, Milo Fitzpatricks Bass und Jack Wyllies Saxophon gleichermaßen tragende Rollen?
Das Portico Quartet steht für seine Musik (von der mir einiges gefällt), aber es steht nicht fürs Hang, denn es kann das Hang als handgespieltes Instrument für seine Musik nicht gebrauchen. Man muss es leider so hart sagen: Das Hang verkommt in der Berichterstattung über die vier jungen Briten zu einem exotischen Accessoire als Aufmerksamkeitshascher. Schließlich gilt es, eine CD zu promoten. Gut fürs Portico Quartet, aber leider ganz schlecht fürs Hang, das wieder einmal die medienkompatible Exotentrommel geben muss. Bitte nicht mehr davon!
PANArt hat eine Mitteilung über ihre Arbeit am Klang und den Verkauf der
Kunden, die derzeit das
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Was wurde in Hangspielerkreisen nicht schon alles vorgeschlagen, um den Korrosionsschutz des geliebten Instrumentes sicherzustellen: Von B wie Bienenwachspolitur bis W wie Waffenöl lauteten die Empfehlungen. Das “Zauberwort”, das von anscheinend Wissenden bisher stets in die Diskussion eingeworfen wurde, lautete “Biofa-Hartöl”. Die Hartöl-Ära beim Hang geht jedoch zu Ende. Seit 2009 empfiehlt PANArt ein neues Reinigungs- und Korrosionsschutzmittel.
Ein neuer Workshop für Hangspieler mit
Entgegen mancherlei Gerüchte und Missverständnisse baut PANArt auch im Jahr 2009 weiterhin das Integrale Hang. Für Sommer und Herbst sind bereits Besuchszeiträume geplant, zu denen diejenigen, die ein Hang erhalten können, eingeladen werden. Diesen Benachrichtigungen legen die HangbauerInnen einen Text bei, in dem sie ihre Sicht auf das Hang im Jahr 2009 zusammenfassen. Das Hang: Eine Skulptur, ein Horchgerät. Das Hangspiel: Ein Kreisgeschehen, ein sich Versenken, ein intuitives Spiel der Hände. Im Zentrum ihres Schaffens sehen Felix Rohner und Sabina Schärer die Ausgewogenheit, das Gleichgewicht, das Maß. Mit der Vereinbarung, die sie weiterhin mit ihren Kunden schließen, möchten sie eine Kultur des Vertrauens und Respekts etablieren. Nun haben die HangbauerInnen ihre Standortbestimmung 2009 dem Hangblog zur Veröffentlichung anvertraut.
