Quergelegt
Seit einigen Wochen habe ich mein Hang quergelegt. Spielte ich es bis dahin entweder mit dem PANArt-Logo zu mir hin oder von mir weggerichtet und rätselte, welche Haltung wohl die günstigere sei, verfiel ich in einem Augenblick intuitiver Klarheit unvermittelt auf die Idee, das Instrument so zu drehen, dass die hohen Tonfelder und der PANArt-Schriftzug auf der linken Seite lagen.
Als Linkshänder ist die Linke meine Führungshand und dort befanden sich nun die hohen, schwerer anspielbaren Tonfelder. Der Effekt verblüffte mich. Aus dem zunächst logisch erscheinenden Rechts-Links-Schema herausgedreht zeigte sich mein Hang auf einmal außerordentlich zugänglich, die verschiedenen Tonfelder für beide Hände besser erreichbar, Melodien leichter spielbar. Die profane Drehung um 90 Grad steigerte die Flexibilität und Kreativität meines Hangspiels merklich.
Warum das so ist vermag ich noch nicht zu erklären. Vielleicht spricht die “unlogische” Querhaltung weniger das ordnende und dafür mehr das kreative Potential meines Gehirns an? Vielleicht bricht aber auch die veränderte Lage die bisher suggerierte Zuordnung der Tonfelder zur linken und rechten Hand auf und erleichtert so das Spiel beider Hände auf allen Tonfeldern?
Im Zusammenhang mit der Drehung des Instruments habe ich mir auch eine andere Armhaltung angewöhnt. Die Ellbogen weiter nach vorne geschoben schlage ich die Tonfelder nun mehr von der Seite an (siehe Foto). So lassen sich auch die zum Körper gerichteten Tonfelder ohne stärkeres Anwinkeln der Handgelenke leichter anschlagen.
